Kooperationen, Aktionen, klare Haltung

Kooperationen und Mitmach-Aktionen

Viele Verbände haben sich zusammengeschlossen, um Ihre Position sichtbar und die Stimme der homöopathischen und anthroposophischen Medizin hörbar zu machen. Das Homöopathie Forum hat sich daran beteiligt. Ein offener Brief bekannter Persönlichkeiten ist an Gesundheitsministerin Nina Warken gegangen, der von weiteren Menschen unterschrieben werden kann. Jede und jeder kann beitragen.

Es gab einige Kundgebungen in verschiedenen deutschen Städten. Die starke Schluss-Demo fand am 10. Juni in Berlin am Brandenburger Tor statt. 600 leere Stühle wurden dort aufgestellt, jeder stand symbolisch für 10.000 Menschen. In der Summe standen sie für die rund sechs Millionen Patientinnen und Patienten, die jedes Jahr homöopathische und anthroposophische Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen in Anspruch nehmen. (Von 30 Millionen insgesamt jenseits der Kassenleistungen wird gesprochen).

Das Kampagnenbündnis „weil’s hilft“ als Zusammenschluss verschiedener Verbände hatte schon online und in den Praxen zur Unterschriftenabgabe gegen die Reformpläne aufgerufen. Bei den Veranstaltungen auf den öffentlichen Plätzen und den danach folgenden Posts in den sozialen Medienkanälen wurde immer wieder darauf hingewiesen. Dort standen ärztliche und heilpraktische Homöopathinnen und Homöopathen beieinander, mit Kolleg*innen Vertreter*innen anthroposophischer und anderer integrativer Medizinwege.

Die Aufrufe gehen weiter. Es kann noch unterschrieben werden, da die Abstimmung auf den 10.7. verschoben wurde. (https://www.weils-hilft.de/aktiv-werden/aktuelle-mitmachaktion) Auf mehreren Kanälen wurde darüber berichtet und zum Mitmachen aufgerufen. Über 134.401 Unterschriften sind geleistet und an den Bundestag übergeben worden.

Noch eine weitere Unterschrift ist möglich: Unter einem offenen Brief an die Politik, den 45 öffentlich bekannte Menschen aus Politik, Unternehmen, Kultur und Medizin, Freunde der Homöopathie, als erste unterzeichnet haben. Darin sind die Argumente für die Homöopathie und integrative Medizin sehr gut zusammengefasst. (https://www.dzvhae.de/offener-brief-homoeopathie-anthroposophie/)

Inzwischen haben all diese Aktionen und Posts auf den verschiedenen Kanälen der sozialen Medien ein erstes Echo in der Presse bekommen. „Die CSU läuft Sturm“ titelte der Münchner Merkur am 1. Juni über einem Bericht zu den Diskussionen, die auch innerhalb der CSU und in den Fraktionen stattfinden. Mit dabei der ehemalige Wissenschaftsminister Thomas Goppel, der auf den beiden Münchner Veranstaltungen, auf dem Königsplatz und auf dem Rotkreuzplatz immer wieder eine Lanze für die Homöopathie gebrochen hat. Ebenso Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion, der schildert, wie schief man dann angesehen werde. Ein anderer Artikel mit dem Titel „Politiker und Prominente halten dagegen“ berichtete in der FAZ über den Offenen Brief an Gesundheitsministerin Nina Warken.

Einige der bekannten unterzeichnenden Personen nannte die Zeitung beim Namen: so den früheren Innenminister Otto Schily, die ehemaligen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) und Malu Dreyer (SPD), den Gründer der Biomarktkette Alnatura, Götz Rehn und den „Tatort“-Schauspieler Felix Klare, sowie Mediziner*innen der privaten und anthroposophisch ausgerichteten Universität Witten/Herdecke.
 


Es gibt noch viel zu tun, auf allen uns möglichen Kanälen. Mitmachen kann jede und jeder: mit einer Unterschrift; mit dem Weiterleiten von Links, Mails und Posts, etwa des Homöopathie Forums auf Facebook und der Homöopathie Akademie auf Instagram; mit einer Nachricht auf dem eigenen WhatsApp Status; mit einer Anmerkung in der eigenen E-Mail-Signatur. Vieles trägt bei, mehr gesehen und gehört zu werden.

Susanna Boldi-Labusga